Kickboxen Regensburg: Dominik Santl zeigt was er drauf hat.

Ein weiterer – der 20.te Sieg in Folge.

Ring of Fire 8 in München ist vorbei. Leider konnte Leo Bönniger aufgrund seiner Verletzung nicht antreten. Er hatte sich bei seinem letzten Kampf in Fürth bei TCC13 das Schlüsselbein angebrochen. So fuhren wir mit nur einen Kämpfer aber 50 Fans nach Unterschleißheim.

Dort traf, wie angekündigt der Herausforderer und der von drei Wochen neu gebackene Europameister im K1 der ISKA -86kg Dominik Santl in seinem 20ten Kampf auf ein Urgestein der deutschen Kampfsportszene: Daniel Dörrer aus Karlsruhe, der mit seinen über 200 Kämpfen im Kickboxen, K1 und MMA und mehrfachen Titeln, ein echter Prüfstein für den Newcomer aus der Talentschmiede des Galaxy sein sollte. Wie würde er sich gegen so einen erfahrenen Mann schlagen? Würden die Nerven verrückt spielen? Würde die Kraft, Ausdauer und Kondition reichen? Wie würde Dominik die ihm gestellte Aufgabe meistern? Und vor allem: Könnte er seine Siegerserie weiter fortsetzen? 19 Kämpfe – 19 Siege in Folge.

Nun, Dominik hat sie gemeistert – und das mit Bravour. Er hat auch diesen 20.ten Kampf gewonnen. Drei Runden lang machte er mit Faust und Knien Punkt auf Punkt, es folgten Treffer auf Treffer. Obwohl Daniel – the peaceful warrior – eine Menge Knies mit dem Kopf nahm, wollte er einfach nicht runter gehen. Also machte Dominik einfach auf der halben Distanz immer weiter ohne sich zu overpacen. Das ist ja immer die Gefahr dabei, dass man bei einen passiven Gegner zuviel macht und sich dabei übernimmt, sodass am Ende die Kraft nicht mehr ausreicht und man Gefahr läuft aus Kräftemangel ausgeknockt zu werden.

Doch Dominik war gut, und er war von seinem Trainerteam mit Rainer Jäger und Cai Waldenberger sehr gut eingestellt. Fazit. Man kann nicht bei jeden Gegner schön kämpfen, vor allem dann nicht, wenn es der Gegner nicht zuläßt und die Räume immer wieder sehr eng macht. Wie im Fussball aber zählt nicht das schön spielen, sondern am Ende das Ergebnis: Der Sieg. 3 zu 0. Passt. Top. „Wir spielen ja nicht nur um zu spielen – sondern um zu gewinnen“!

Das war dann in diesen Jahr Dominiks letzter Fight. Andere Aufgaben warten und mann muss ja auch mal chillen.

Vollgas nach Vorne ist nicht immer die beste Strategie

 

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